Hier nun die Stellungnahme:

Guten Tag. Greenwheels möchte hier einige Erläuterungen geben, bestimmte Einschätzungen richtig stellen und so einer Legendenbildung entgegen wirken.

Es gibt keinen Kunden, dem im Kündigungsfall eine berechtigte Kautionszahlung verweigert worden wäre. Greenwheels – erst seit drei Jahren für die Kunden seiner Vorläuferunternehmen verantwortlich – muss sich mit Fällen aus nahezu 20 Jahren CarSharing beschäftigen. 6 Jahre davon war dies Aufgabe eines externen Dienstleisters (2001 – Mitte 2006). Nach Trennung von diesem dauerte es Monate, bis Greenwheels die zur Bearbeitung von Kundenanliegen notwendigen Unterlagen in elektronischer oder physischer Form (DVD/Kundenakten) ausgehändigt bekam; z.T. geschah dies erst nach massivem Druck und Einsatz eines Anwaltes. Auf diese Weise bildete sich – nicht durch Greenwheels verschuldet – ein massiver Bearbeitungsrückstau, weil benötigte Unterlagen schlicht nicht vorlagen. Auch das gesamte Rechnungswesen lag monatelang brach, da auch hier die Unterlagen fehlten.

Im Juli 2006 nahm der Dienstleister mit lediglich 30-stündiger Vorankündigung die Hälfte unserer Fahrzeuge vom Netz und stoppte damit deren Buchbarkeit. Parallel dazu forderte der Dienstleister unsere (!) ihm zur Betreuung anvertrauten Kunden auf, bei Greenwheels zu kündigen und in sein eigenes CarSharing-System einzutreten. Eine einstweilige Anordnung des Landgerichts Hamburg beendete diesen Spuk. Unser Vertrauen war zerstört. Wir beschlossen, sofort auch die andere Hälfte unserer Fahrzeuge dem Call Center des Dienstleisters zu entziehen. Über Nacht entstand so Mitte 2006 die Notwendigkeit, unser Rotterdamer CallCenter zu erweitern, deutsche MitarbeiterInnen einzustellen, zu schulen und die Software anzupassen.

Dies alles führte zu den bekannten massiven Problemen. Viele Kunden wurden durch Wartezeiten an der Hotline, vorübergehende Abschaltung der Internet-Buchung, monatelang nicht gestellte Rechnungen und verspätet bearbeitete Darlehensauszahlungen verunsichert. Wir bedauern dies zutiefst und bitten dafür um Entschuldigung. Aber: Die Gründe für diese unerfreulichen Umstände lagen in den oben geschilderten Ereignissen und nicht in Unfähigkeit oder Abzockermentalität bei Greenwheels. Erfreulich: Die Bearbeitungsrückstaus sind lange abgearbeitet, die Hotline arbeitet inzwischen ohne Warteschlange.

Aktuell entzündet sich der Unmut im Blog an den Preiserhöhungen sowie an der Einführung von Monatsbeiträgen für bestimmte Kundengruppen, die zuvor keinen solchen Beitrag zu zahlen hatten. Wir können den Unmut verstehen, aber: Bei Greenwheels gab es für Bestandskunden seit langer Zeit keine Preiserhöhungen; nur bei wenigen Kunden erfolgte eine leichte Preisanpassung im Km-Bereich, die jedoch im Verhältnis zu den drastisch gestiegenen Kraftstoffkosten moderat ausfiel. Sonstige Fahrzeugkosten, die in den letzten 10 Jahren um 40 % stiegen – die Lebenshaltungskosten durchschnittlich aber nur um 20 % – wurden nicht weitergegeben.

Wir haben deswegen ein neues Preismodell eingeführt, bei dem es die Kunden viel stärker in der Hand haben ihre Kosten zu beeinflussen. So werden die höchsten Zeit-Preise unserer neuen Tarifstruktur lediglich an 36 Stunden (Anteil: 21,4 %) in der Woche berechnet, nämlich Fr, Sa, So jeweils von 10 bis 22 Uhr. Weitere 48 Stunden (Anteil: 28,6 %; Mo – Do von 10 bis 22 Uhr) liegen die Preise erheblich darunter, und weitere 84 Stunden (Anteil: 50 %) sind die Preise sehr niedrig (Nachttarif 22 – 10 Uhr).

Wir haben den Preis also der Nachfrage angepasst: Höhere Nachfrage = höherer, niedrigere Nachfrage = niedrigerer Preis. Wir erwarten, dass viele Kunden aufgrund der geringeren Preise auf die Zeiten Mo – Do oder täglich 22 – 10 Uhr (Nachttarif) umsteigen. Dies macht unser Produkt ökologischer und wirtschaftlicher: Je gleichmäßiger unsere Fahrzeuge ausgelastet sind, desto weniger benötigen wir schlussendlich, da die Anzahl an einzusetzenden Autos nicht auf Spitzenlastzeiten ausgerichtet werden muss, sondern auf gleichmäßige Durchschnittswerte.

Bei den Km-Kosten bestehen ebenfalls Beeinflussungsmöglichkeiten: Bei höherem Monatsbeitrag werden diese geringer. Zudem bekommen in der „Wenig-Fahrer“-Tarifgruppe ´5` a l l e Kunden ihren Monatsbeitrag auf Km-Umsätze im laufenden Monat angerechnet, und in den Tarifgruppen ´15` und ´25` alle ÖPNV-Abokunden, womit wir zusätzliche Anreize zum Erwerb von ÖPNV-Abofahrtausweisen, also zur verstärkten Nutzung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, schaffen.

Greenwheels muss Monat für Monat eine große Summe aufbringen um sein Angebot aufrecht zu erhalten. Viele Kosten entstehen unabhängig davon, ob auch nur eines der Fahrzeuge für eine Stunde gebucht wurde, also Umsatz erzielte. Wir sind auf die Einnahmen aus Monatsbeiträgen angewiesen, weil diese einen Sockelbetrag darstellen und das Angebot sicherstellen. Die nicht durch die Monatsbeiträge gedeckten weiteren Kosten werden dann aus den Zeit- und Kilometereinnahmen bestritten, die je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich ausfallen.

Beim CarSharing verteilen sich die Kosten auf viele Nutzer; private Autobesitzer müssen diese alleine tragen. Ein privat gehaltener Wagen der unteren Mittelklasse kostet gut 450 € monatlich. CarSharing-Kunden kommen durchschnittlich gerade einmal auf 10 % davon.

So stellt Greenwheels trotz Monatsbeiträgen nach wie vor eine kostengünstige Alternative dar. Auch bei zusätzlichem monatlichem Kauf einer ÖPNV-Abokarte – eine solche besitzen viele Greenwheels-Kunden – lassen sich gut und gerne 2.000 € im Jahr einsparen. Zudem hat Greenwheels die Eigenbeteiligung im schuldhaften Schadensfall drastisch von 1.500 € auf 500 € gesenkt. Das optionale Sicherheitspaket reduziert weiter auf lediglich 50 € Eigenanteil, konkurrenzlos im deutschen CarSharing.

Weitere Überlegungen: Warum ist es unserem Vorläuferunternehmen Stattauto niemals gelungen, wirtschaftlich auf eine halbwegs gesunde Basis zu kommen? Warum erzielte unser zweites Vorläuferunternehmen im Jahr 2004 ein Minus von 2,8 Mio. €, 2005 von 2,2 Mio. € und 2006 von 0,8 Mio.? – Weil weder Tarifstruktur noch Preise stimmten. Von den ehemaligen Geschäftsführungen wurde dies lange übersehen; sie wollten weder sich noch den Kunden den realistischen Blick auf die wirtschaftlichen Notwendigkeiten zumuten.

Wir hingegen wollen das Unternehmen für die Zukunft fit machen und ein nachhaltiges Angebot sicherstellen. Dazu gehört, dass Mitarbeiter angemessen bezahlt werden. Dies ist nur mit einer kostendeckenden Preisgestaltung möglich. Alternative Selbstausbeutung gibt es bei uns nicht! Zudem soll weiterhin in neue Fahrzeuge investiert und das Stationsnetz verdichtet werden; seit Frühjahr 2006 sind über 50 neue Stationen entstanden.

Weiter sei erwähnt, dass die beiden Eigentümer von Greenwheels, Gijs van Lookeren Campagne und Jan Borghuis, einen namhaften Betrag in die deutsche Firma investiert haben, ohne bisher auch nur einen Cent aus der Firma gezogen zu haben. Es verbieten sich also jegliche Vorwürfe der Abzockerei. Ohne das Engagement der beiden gäbe es heute in zahlreichen Städten kein CarSharing-Angebot mehr. Greenwheels ist weder multinationaler noch Staatskonzern. Undurchschaubare Quersubventionen von einem Unternehmensteil zum anderen gibt es nicht, jeder investierte Cent will zunächst durch Einnahmen und sparsames Wirtschaften verdient sein.

Dass die Tarifreform für zahlreiche Kunden schmerzhaft ist geben wir zu. Im Sinne der Dauerhaftigkeit des Angebotes musste Greenwheels aber den Mut aufbringen zu handeln. Das haben wir getan.

Und: Greenwheels will keine Autovermietung sein. Deswegen gibt es für lange Fahrten keine Rabatte. Nur so ist eine hohe Buchungssicherheit zu erreichen, nur so stehen auch an Wochenenden und in den 12 Schulferienwochen genügend Fahrzeuge in den Städten zur Verfügung und befinden sich nicht auf Reisen. Greenwheels bietet also vor allem stundenweise (!) Autos für Wenigfahrer als Ergänzung des ÖPNV. Fahrzeuge für lange Fahrten stellt unser Kooperationspartner Hertz zur Verfügung. Das kann sich schon ab einem Tag Dauer lohnen, alle Km sind frei. Ein Peugeot 107 kostet ein Wochenende nur 77 €, eine ganze Woche nur 290 € inkl. MWSt..

Zum Schluss ein Zitat aus einem Schreiben eines Geschäftsführer-Kollegen an Greenwheels: „Das deutsche Preisniveau im CarSharing ist halt das niedrigste überhaupt. Wir trauen uns nicht, da nach oben auszuscheren, finden es aber natürlich prima, wenn jemand vorangehen mag und die Handlungsspielräume für alle erweitert. Mal sehen, wer nachzieht.”

Birger Holm, Geschäftsführer Greenwheels GmbH

Dieser Text stellt die Meinung von Greenwheels GmbH und nicht von jastram.de dar.

8 Comments
  1. Tja, diese Textbaustein-Mail hat man mir auch geschickt, als ich gekündigt habe.

    Man kann natürlich sein Unternehmen fit für die Zukunft machen, die Frage ist bloß, ob dann noch Kunden übrig sind. Wer diese Preise bezahlen soll, ist mir völlig unverständlich.

    Der Vorschlag, man solle doch nachts (!) und wochentags und bitte nur stundenweise ein Auto nutzen, dann sei es bezahlbar, ist doch völlig absurd!

    Wer weiterhin die nötigen Fahrten (zumeist Einkaufen, der Schwiegermutter die Klappstühle zurückbringen, Freunde auf dem Land besuchen etc.) tagsüber und womöglich am Wochenende erledigen will, und dann noch länger als 4 Stunden, ist in Zukunft schnell dabei, 300 und mehr Euro auszugeben. Sorry, aber da kaufe ich mir dann doch lieber ein eigenes Auto…

    Ich bin übrigens jetzt Kunde bei der Konkurrenz, die es hier gottseidank gibt. Ich zahle wesentlich weniger – und das Schönste: da gibt es sogar richtige Autos und nicht diese winzigen Blechdosen wie bei Greenwheels!

  2. “Ein privat gehaltener Wagen der unteren Mittelklasse kostet gut 450 € monatlich. CarSharing-Kunden kommen durchschnittlich gerade einmal auf 10 % davon.”

    Dieses Statement ist doch wirklich unsinnig… 450 € kostet mich ein eigenes Auto max. bei 15.000 oder 20.000km/Jahr! Bei Greenwheels habe ich erstens keinen Wagen der unteren Mittelklasse, sondern einen Peugeot 107, und zweitens kann ich damit, wenn ich tatsächlich nur 10% von 450 € ausgeben will, gerade zweimal um den Block fahren.

    Zu dem Mietwagen/Hertz-Argument: In unserer Stadt ist Hertz 5 km außerhalb in einem Gewerbegebiet ohne ÖPNV-Anschluss! Um einen Mietwagen zu bekommen (für weniger als 77 Euro/Wochenende!), muss ich übrigens auch nicht Greenwheels-Kunde sein.

    Ansonsten kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen: Greenwheels hat die Schraube überdreht! Wenn Herr Holm bei seinem Lieblingsitaliener plötzlich 30 Euro statt 10 für seine Pizza zahlen soll, geht er auch nicht mehr hin. Da ist es ihm sicher auch egal, dass man sie ihm morgens um 7h für 20 Euro anbieten kann und wenn die Pizzeria fit für die Zukunft ist.

  3. Die Kommentare sprechen mir aus der Seele, vor allem das Pizzabeispiel. Allerdings: Die Pizza gibt es nur noch ohne Belag! Greenwheels hat ja nicht nur die Preise ins Unbezahlbare gesteigert, sondern vorher auch noch die Gegenleistung beständig verschlechtert! Die Buchungshomepage hat den Preis für die unübersichtlichste Page der Welt verdient, E-Mails werden nicht beantwortet, die lokalen Niederlassungen sind geschlossen, überall stehen nur noch Miniautos (im Sommer garantiert 70 Grad Innentemperatur beim Einsteigen, Klimaanlage braucht der Ökokunde ja nicht mehr, auch keinen Kofferraum…). Es ist ein Jammer. Bei uns gibt es keine Car-Sharing-Alternative. Ich werde trotzdem kündigen und mir ein eigenes Auto kaufen. Glauben die im Ernst, ich bezahle 15% meines Nettoeinkommens für 2 Einkaufsfahrten???

    • Auch ich habe versucht über die Alternative Car Sharing den Kauf eines eigenen Fahrzeug zu vermeiden. Ganze 2 Monate war ich in 2006 Kunde & stellte fest, dass die teure 01083-Tel.-Nr.!! unerreichbar war. Auch E-Mails wurden nicht beantwortet. Nachdem ich zuvor begeisterter Shell-Drive Kunde war, kann ich von einer Mitgliedschaft bei Greenwheels nur abraten. Ein solches internes organisatorisches Chaos habe ich noch nicht erlebt. Bis heute erhalte ich Rechnungen & Mahnungen für nicht in Anspruch genommmene Leistungen. Mittlerweile habe ich mir ein eigenes Fahrzeug zugelegt.

  4. Beim Thema Carsharing vollführen Kunden wie Anbieter immer noch den Spagat zwischen Idealismus und Wirtschaftlichkeit. Die Kunden wollen auf der einen Seite den Schritt in ein moderneres Mobilitätszeitalter gehen, in dem Autos keine Statussymbole sondern Gebrauchsgegenstände sind (es kommt ihnen nicht darauf an, ein Auto zu besitzen). Auf der anderen Seite meiden sie die Kosten eines eigenen Autos, auch weil sie die geteilten Autos wirtschaftlicher Nutzen (mit Carsharing fährt man nicht mit dem Auto Brötchen holen oder zum Briefkasten).

    Auch die Anbieter wollen ihren Beitrag zum Umdenken bei der Mobilität leisten, auf der anderen Seite müssen Infrastruktur und Mitarbeiter (vernünftig) bezahlt werden. Es ist daher natürlich völlig einsehbar, dass die Anbieter nicht auf Gehälter verzichten wollen, damit die Kunden günstig Autofahren können – mal überspitzt formuliert.

    Die aktuelle Diskussion findet genau an dieser Nahtstelle zwischen Idealismus und Wirtschaftlichkeit statt. Auch ich war von den neuen Preisen ziemlich platt. Da Carsharing-Unternehmen oft regionale Monopolisten sind, kann ich nur schlussfolgern: Greenwheels geht ganz hart an die Preisgestaltung des einzigen flächendeckenden Konkurrenten ran – DB Carsharing. Ich bin mir nicht sicher, wie lange das Greenwheels-Preismodell Bestand hat – ist es doch nun für DB Carsharing mögich durch nur geringere Preisnachlässe einen Preisvorteil gegenüber Greenwheels zu erreichen und Greenwheels Kunden abzujagen. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn sich die DB diese Chance entgehen ließe. Das wird der Moment sein, in dem Greenwheels wiederum mit den Preisen wieder herunter geht.

    Aber egal ob DB oder Greenwheels: Beide Preismodelle sind für mich als Carsharing-Kunde relativ unverständlich. Diese Angebote können sich nur an Seltenstfahrer wenden. Bereits bei moderater Nutzung (2 x pro Woche 4 Stunden unter Tags und 15-25km) kommt man nach Greenwheels als auch nach DB-Carsharing auf rund 200,- EUR im Monat. Für etwa 100 EUR mehr kann man bereits ein eigenes Fahrzeug (z.B. Opel Corsa) unterhalten. Alle die, die nicht die Möglichkeit haben auf einen anderen günstigeren Anbieter zu wechseln, werden die Option des eigenen Autos ernsthaft durchspielen. Dies ist umso ärgerlicher, als Carsharing ja ein Gegenmodell fürs eigene Auto sein will und sein soll. Wenn aber die Portion “eigenes Auto” pro Euro bei Carsharing auf ein Winzigstel runtergeht, und für nur wenig mehr die Portion “eigenes Auto” pro EUR auf 100% springt, spielt Carsharing als Alternative zum Auto bald keine Rolle mehr. Und dabei gehen die Kunden von Greenwheels den gleichen Weg wie das Unternehmen selbst. Greenwheels reklamiert das Argument Witschaftlichkeit um seine Preise zu rechtfertigen – wir Kunden machen das gleiche: wir reklamieren Wirtschaftlichkeit und müssen dann leider kündigen, weil sich Carsharing nicht mehr “lohnt”.

    Dieser Widerstreit zwischen “guter Idee” auf der einen Seite und “Wirtschaftlichkeit” auf der anderen Seite wird sich so schnell nicht auflösen. Wie so oft stehen und fallen Produkte auf den Märkten mit dem Grad ihrer Verbreitung. Wo es masssig Kunden gibt, erhält man an jeder Ecke die gewünschten Waren zu einem moderaten Preis. Wo es sehr wenig Kunden gibt gedeihen fast nur hochpreisige Produkte, für die man auch noch weit laufen muss.

  5. Ich kann mich noch daran erinnern, daß Greenwheels damit warb, daß es dort den einfachsten Tarif im Carsharing überhaupt gibt. Auf den Tarif Greenwheels 2006 traf das auch zu. Die Kosten betrugen zwischen 8 Uhr und 20 Uhr 3 bzw. 4 Euro pro Stunde für Kleinwagen bzw. Kombis sowie 0,15 bzw. 0,17 Euro pro Kilometer. Zwischen 20 Uhr und 8 Uhr kosteten alle Autos 1 Euro pro Stunde, die Kilometerkosten waren unverändert. Zeitrabatte gab es auch dort schon nicht.
    Nun sind die derzeitigen Tarif deutlich höher und auch nicht mehr übersichtlicher als bei andere Anbietern, wobei ich bezweifle, daß die alten Tarife unwirtschaftlich waren. Ich habe auch mal die Tarife mit denen in den Niederlanden verglichen. Dort gibt es keinen tarifmäßigen Unterschied zwischen verschiedenen Autotypen. Bis vor kurzem waren ausschließlich Peugeot 206 im Einsatz, inzwischen gibt es auch Peugeot 107 (wohlgemerkt zum gleichen Preis!). Mit 25 Euro Grundgebühr kostet dor ein Auto 40 Euro pro Tag und 22 Cent pro Kilometer. Im Deutschland kostet ein Kleinwagen (Peugeot 107) in der Woche 40 Euro pro Tag, am Wochenende 60 Euro pro Tag und 22 Cent pro Kilometer. Für einen Kombi sind 72 bis 96 Euro pro Tag und 30 Cent pro Kilometer zu berappen. Bemerken möchte ich auch noch, daß prinzipiell von allen Seiten geäußert wird, daß das Halten eines Autos in den Niederlanden teurer als in Deutschland ist. Nun braucht man nur noch eins und eins zusammenzuzählen und kann sich ein Bild von den Tarifen hier in Deutschland machen.

    • Zu den neuen Preisen will ich mich nicht äußern, da ich Greenwheels schon lange nicht mehr nutze. Dass eine gute CarSharing-Flotte nicht für den Nulltarif zu halten ist, sollte jedem klar sein. Aber der miserable Service 2006/2007, den Herr Holm zwar erklären konnte aber der für eine Firma in keinster Weise entschuldigt werden kann, war mein Ausgangspunkt zu Kündigen. Meinen Kunden hätte ich solch eine Erklärung auch nicht geben können, ohne massive Schadensersatzforderungen zu kassieren.

  6. Hallo, ich bin nun seit ein paar Monaten Nutzerin von green wheels und leider sagen, daß ich die Nutzung nicht länger als mein Jahresabo dort haben möchte! Sehr ärgerlich ist zum Einen die 01803er Nummer, die – vor allem wenn beim Abholen des Autos etwas nicht funktioniert, z.B. lag bei meiner ersten Nutzung ein Stück Papier von innen auf dem Scanner, der die Türe öffnet und ich konnte den Wagen nicht öffnen und somit nicht nutzen – zwangsweise vom handy aus angerufen werden musste – sehr sehr teuer ist und zum anderen, ist mir gerade etwas in Rechnung gestellt worden, was green-wheels mir nicht belegen möchte oder kann! Hier wurde ich einfach per Mail angeschrieben, dass ein Techniker von green wheels zu dem Auto gerufen wurde, den ich als letzte genutzt hatte, weil ich angeblich das Innenlicht beim Abstellen des Autos nicht ausgeschaltet habe. Einen Beleg darüber gab es nach vielen Hin,- und Herschreiben mit green-wheels für mich nicht! Den Kunden so einfach ins Portemonaie zu greifen finde ich mehr als unverschämt! Ich bin froh, wenn meine Mitgliedschaft bei green-wheels vorbei ist, dann werde ich mich auf die Suche nach einem anderen car-sharing-Unternehmen in meiner Stadt machen. Ich bin sehr sehr verärgert und finde den Service ebenfalls unverschämt!