Neulich beim Java Stammtisch in Düsseldorf diskutierten wir, ob Coderichtlinien gut oder schlecht sind. Stefan Tilkov ist dafür – wenn man den gesunden Menschenverstand beachtet. Dem stimme ich zu, und ein gut konfiguriertes Checkstyle kann dabei enorm hilfreich sein.

Allerdings waren nicht alle Teilnehmer des Stammtisches dieser Meinung. Ein Anwesender vertrat die Ansicht, dass Stil irrelevant ist, denn mit einer guten IDE kann man jeden Code navigieren und mit ein paar Klicks auto-formatieren.

Dem stimme ich nicht zu. Ein konsistenter Stil bringt wesentlich mehr als nur Formatierung: Oft wirkt er sich auch auf Dokumentation, Pattern, etc. aus. Aber einen Punkt finde ich noch viel wichtiger: Wenn der Code eingecheckt wird, möchte ich wissen, was sich geändert hat. Da kein Diff-Werkzeug die Semantik versteht, kann es nach einer Auto-Formatierung so aussehen, als hätte sich der gesamte Code geändert, obwohl sich vielleicht überhaupt nichts geändert hat.